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Seit 2017 betreut Julia Finkeissen innerhalb der PIN die PIN.SIGHT, die sich mit einem individuellen Zusatzprogramm an die Altersgruppe der 40 bis Mitte 50jährigen richtet.

Dorothee Wahl leitet die PIN als erste Vorsitzende seit 2016. Die Süddeutsche Zeitung schrieb vor Kurzem und traf damit den Nerv des Freundeskreises: Es ist eine „Familie“.

Als Familie begreift sich auch der Verein "PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne" in München, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die 4 Museen, die unter dem Dach der Pinakothek zusammengefasst sind, zu unterstützen:

  • die Sammlung Moderne Kunst,
  • die Neue Sammlung,
  • das Architekturmuseum der Technischen Universität München
  • die Staatliche Graphische Sammlung.

Dies ist nicht nur ideell. Allein für Ankäufe und Ausstellungsfinanzierungen gibt der Verein pro Jahr einen siebenstelligen Betrag, dazu kommen zahlreiche Vermittlungsprojekte für Kinder und Jugendliche, für Firmen und deren Mitarbeiter. "Die Institution lebt", sagt Vorsitzende Dorothee Wahl. "Und es gibt noch viel Potenzial."

PIN wurde als Galerie-Verein Mitte der 60er-Jahre gegründet, später als manch andere Museumsvereine in deutschen Städten, die oft auf eine jahrhundertlange Tradition bürgerschaftlichen Engagements zurückblicken können. Doch an Einsatzfreude stehen die Münchner anderen Museumsvereinen in nichts nach. Die erste Erwerbung des Galerie-Vereins demonstrierte, dass man weder bescheiden noch altmodisch war - der Verein erwarb 1967 "Crucifixion" von Francis Bacon. Der nächste Meilenstein wurde mit der Eröffnung des neuen Museumsgebäudes 2002 gesetzt; zum neuen Haus gab es einen neuen Namen, "PIN".

950 Mitglieder zählt der Verein mittlerweile, Einzelpersonen wie Firmen. Für jüngere Mitglieder gibt es eigens einen Young Circle, um rechtzeitig Nachwuchs für die Organisation und ihre Zwecke zu finden. "Unsere Aufgabe ist es, die gesamte Pinakothek der Moderne und das Museum Brandhorst zu unterstützen", erklärt Wahl. "Wir verbinden die Anliegen der Museen mit denen der Förderer im öffentlichen Interesse." Denn eine Gesellschaft funktioniere besser, wenn man sich mit den Themen, die ein Museum aufzeigt, auseinandersetze. "Ich möchte ein Bewusstsein dafür schaffen, dass diese Institution ausstrahlt in die Welt, und dass sie dafür Unterstützung braucht." Die leistet PIN zum einen mit Ankäufen. "Wir versuchen, alles was möglich ist, zu finanzieren", sagt Wahl. All das, was auf der Wunschliste der Kuratoren steht - in die kuratorischen Belange mischen sich die Unterstützer dabei nicht ein. Die Wunschliste aber ist naturgemäß nie abgearbeitet und so ist der Verein mittlerweile Eigentümer von etwa 1400 Werken, die den Museen als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt werden. Man hat die 30 wichtigsten Arbeiten einmal schätzen lassen: Der Wert liegt im hohen siebenstelligen Bereich. Zu den jüngsten Erwerbungen zählen etwa die wegweisende frühe Arbeit "Directional Piece" von John Baldessari aus dem Jahr 1972, oder ein Zyklus von Papierarbeiten von Ólafur Elíasson. Auch an den Kosten der Ausstellungen, die oft die Mittel der staatlichen Häuser übersteigen würden, beteiligt sich der Verein. Dank eines gut gepflegten Netzwerks an Mäzenen - Privatleuten wie Firmen - ist so manches möglich.

Um die 60 Veranstaltungen pro Jahr schultert PIN, unter anderem die PIN-Party, bei der Werke versteigert, deren Erlös von den Einlieferern gespendet wird. Vergangenen November floss dabei rund eine Million Euro in die Vereinskasse. Ein Teil davon fließt in die Vermittlung. Es gibt Projekte, die Kinder ins Museum bringen sollen, ein Ausbildungsprogramm, bei dem Schüler lernen, selbst Werke zu erklären. Für Firmen und deren Mitarbeiter gibt es weitere Formate. Kurzum, Besucher jeglichen Alters, jeglicher Herkunft sollen für Kunst begeistert werden. Zudem soll die Familie, sprich der Verein, wachsen. "Wir möchten gerne noch mehr Unternehmen ans Haus binden, die die Pinakothek und das Museum Brandhorst als Anziehungspunkt begreifen, für ihre Mitarbeiter ebenso wie für Touristen", sagt Dorothee Wahl. Aber alles in nachhaltigem Rahmen. "Jeder soll sich wohlfühlen, jeder soll mitkämpfen für das Haus. Wir sind eine Familie, die sich kennt.“.

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